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8.7 Tierschutz und Massenproduktion

Tiere genießen in Deutschland formell eine Art Tierschutz. In der Praxis wird dieser jedoch nahezu überall ausgehebelt. Dies geschieht in der Werbung teilweise so dreist, dass man sich nur wundern kann, wie gut die Lobbyarbeit einzelner Großbetriebe funktioniert. Ein Beispiel ist die Werbung für Milchprodukte, die stets von unvorstellbar glücklichen Kühen kommt. Nun, die Kühe müssen wirklich sehr glücklich sein, da Kühe, wie Menschen, Milch nur produzieren, wenn man Kinder bzw. Kälber gebärt. Die Kälber erhalten von den schrecklich glücklichen Mutterkühen übrigens keinen Tropfen Milch, sondern vom ersten Moment an Ersatznahrung. Damit die Mutterkuh auch wirtschaftlich effizient funktioniert, wird sie auch dauerbefruchtet bis sie nicht mehr die erforderliche Milchmenge produzieren kann. Entsprechend ist die Lebenserwartung von Kühen in an solchen unvorstellbar glücklichen Orten nicht, wie normal rund 20 Jahre, sondern idR. maximal fünf Jahre. Dass die Kuh auch heute in Deutschland auf engstem Raum leben muss und ein Leben im Dauerstress führt zeigt, dass der Tierschutz und die Massenproduktion dringend reformiert werden müssen.

Ein Problem ist natürlich, dass viele Bürger liebend gerne Milchprodukte wie Milch, Butter, Sahne, Joghurt, Quark usw. genießen. Muss man darauf nun verzichten? Natürlich nicht, doch auch aus gesundheitlichen Gründen wäre es mehr als empfehlenswert diese Produkte nicht in zu großem Maß zu verzehren. Dies belegen mehrere Studien, doch auch ein Nachdenken. Das Kalb der Kuh muss binnen Wochen hunderte Kilo zunehmen und darauf ist die Milch der Kuh ausgelegt. Damit Kuhmilch für den Menschen genießbar wird, muss sie behandelt werden. Für Säuglinge wird Milch z.B. weltweit nicht verwendet. Wenn Kuhmilch also so schlecht für menschliche Säuglinge ist, warum ist sie dann plötzlich so gut für den erwachsenen Menschen oder angeblich für den heranwachsenden Teenager? Die Lobbyisten der Milchindustrie werden nun etwas von Kalzium, Vitaminen und Krankheitenvorbeugung einwerfen, doch ein Blick in Weltregionen ohne verbreitetem Milchgenuss wie Asien zeigt, dass dort die erwähnten Krankheitsbilder sogar geringer sind als z.B. in den USA mit einem extrem hohen Milchkonsum. All dies zeigt, wie sehr der normale Bürger durch Werbung und Lobbyarbeit manipuliert wurde. Kindern und Erwachsene wachsen im Glauben auf, dass Milch gesund sei und von glücklichen Kühen kommt. Dabei entspricht dies in keinem Punkt den Tatsachen.

Das Beispiel Milch steht hierbei symbolisch für die Problematik Tierschutz und Massenproduktion. Es gibt zahlreiche weitere Bereiche wie z.B. die Pharmaindustrie, die Tiere für Forschungszwecke einsetzt. Bürger und Regierungen müssen die Augen öffnen und gemeinsam mit den Lebensmittelherstellern einen Weg aus dieser Lage finden. Den Anfang würde der Verzicht auf tägliches Fleisch oder tägliche Milchprodukte machen. Es gibt unzählige leckere und vor allem nachhaltigere Lebensmittel. Wie wäre es z.B. mit leckeren regionalen Mehrkornflocken in Orangensaft statt importierter Genmilch aus Ländern, die tausende Kilometer entfernt sind? Die Gewinner wären alle Bürger und alle Tiere.

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